Veröffentlicht in

Anjouan-Glücksspielregulierer weist universelle Gültigkeit seiner Lizenzen zurück

Die Glücksspielaufsichtsbehörde von Anjouan hat als Reaktion auf Kritik an ihrem Lizenzierungsrahmen eine Stellungnahme veröffentlicht und dabei deutlich gemacht, dass ihre Glücksspiellizenzen nicht für eine universelle Nutzung bestimmt sind.

Die Behörde erklärte, dass ihre Glücksspiellizenzen nach dem rechtlichen und administrativen System von Anjouan vergeben werden. Zugleich betonte sie, dass diese Genehmigungen die regulatorischen Vorschriften anderer Länder nicht außer Kraft setzen können.

Der Glücksspielregulierer von Anjouan erklärte:

„Wir haben kürzlich öffentliche Kommentare zu Anjouan Gaming, der Anjouan Internet Gaming Licence und dem rechtlichen Status des Lizenzierungsrahmens wahrgenommen. Eine Anjouan Internet Gaming Licence ist keine universelle Genehmigung für den Betrieb in allen Ländern der Welt und wurde auch nie als solche dargestellt. Keine Lizenzierungsbehörde kann einen Betreiber von lokalem Recht in Jurisdiktionen befreien, in denen eine lokale Genehmigung erforderlich ist.“

Derzeit weist das Register von Anjouan für Glücksspielbetreiber 1.300 Lizenzinhaber aus. Viele dieser Betreiber bieten ihre Produkte jedoch in Jurisdiktionen an, die über eigene Lizenzierungssysteme verfügen. Daher wird die autonome Insel häufig im Zusammenhang mit Offshore-Glücksspiel und globalen grauen Märkten diskutiert.

Der Glücksspielregulierer erklärte weiter:

„Konstruktive Kritik und vergleichende Analysen zwischen Lizenzierungsjurisdiktionen sind willkommen. Nicht hilfreich für die Branche sind jedoch Kommentare, die Offshore-Lizenzierung mit einer lokalen Marktgenehmigung gleichsetzen, Fehlverhalten einzelner Betreiber als Beweis gegen einen gesamten Regulierungsrahmen behandeln oder weitreichende Vorwürfe ohne Bezug auf den geltenden Rechtsrahmen, Lizenzbedingungen, das öffentliche Register, Verifizierungstools oder Compliance-Verpflichtungen erheben.“

Darüber hinaus verwies Anjouan Gaming auf seinen Lizenzierungsprozess und erinnerte daran, dass Betreiber die Anforderungen in Bezug auf AML, KYC, verantwortungsvolles Spielen und Sorgfaltspflichten erfüllen müssen, um eine Lizenz zu erhalten.

Gleichzeitig betonte die Regulierungsbehörde, dass Glücksspielunternehmen selbst dafür verantwortlich sind, die Gesetze der Märkte einzuhalten, in denen sie tätig sind. Damit unterstrich sie erneut die Unterscheidung zwischen einer lokalen Betriebsgenehmigung und einer Offshore-Lizenzierung.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert